Methoden der Logotherapie

Wie zuvor beschrieben, stellt Viktor Frankl in Abgrenzung zu Sigmund Freuds Psychoanalyse und der Individualpsychologie Alfred Adlers die Existenzanalyse gegenüber.

Ihr Ziel ist die Logotherapie (Logos = Sinn), in deren Mittelpunkt das dialogisch geführte Gespräch steht. Dabei bestimmen Individualität und Anliegen des Patienten die Richtung des Gespräches. Der Existenzanalytiker ist niemals Wegweiser, sondern ein Begleiter, der durch Fragen dabei hilft, Ziele zu benennen und neue Wege zu beschreiten.

Die von Viktor Frankl angewendeten Methoden der Paradoxen Intention (1920), der Selbstdistanzierung (psychologischer Antagonismus) und der Dereflexion werden durch eine Vielfalt von weiteren Methoden ergänzt, die an das Sinnbedürfnis und an das Wertegefühl der Klienten heranführen.

Die Existenzanalyse versteht sich als eine Analyse auf die Existenz hin. Es geht dabei um die Entfaltung und Entwicklung der Potenziale der geistigen Möglichkeiten, aber auch der Neubestimmung der realen Möglichkeiten sowie die Unterstützung bei der Übernahme von Verantwortung zu neuem, konkretem Handeln.